Treffpunkt Tatort
Der Einzelgänger
Nichts für schwache Nerven!
Köln, Hans-Bödecker-Schule: Der Einzelgänger Kai Lichte stürzt eines
Morgens unter mysteriösen Umständen vom Dach der Schule und
entgeht dabei nur knapp dem Tod. Dieser erschreckende Vorfall wirft
Fragen auf, die es zu klären gilt: War es Selbstmord oder wurde er gar
vom Dach gestoßen?
Wird Kai das Ereignis unbeschadet überstehen?
Kais Klassenkameraden Tim, Doro, Lena und Jan sind geschockt und
wollen diesen rätselhaften Fall so schnell wie möglich lösen. Dabei
machen sie dem griesgrämigen Kommissar Lohmann Konkurrenz. Sie
sind dem unbeholfenen Kommissar immer einen Schritt voraus.
Zur Hilfe eilt ihnen Lenas Großvater Günter Grün. Der junggebliebene
und abenteuerlustige Ex-Kommissar mit dem siebten Sinn gibt seiner
kriminalistischen Leidenschaft nach und wird dabei mehr oder weniger
ungewollt zum 5. Banden-Mitglied. Die Freunde kommen dem
Geheimnis um Kais Sturz gefährlich nahe. Doch wird es ihnen
gelingen das Rätsel zu lösen? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt …
Über die Entstehung der neuen Reihe
Die Initialzündung für die Reihe Treffpunkt Tatort haben Schüler gegeben. Auf meinen Lesereisen hörte ich immer wieder die gleichen Fragen: Schreiben Sie auch Krimis für Jugendliche? Ich saß in den Schulklassen vor Kindern, die mit mir fachkundig über meine Tatorte und Psychothriller redeten. Nur: diese Bücher oder Filme hatte ich nicht für sie geschrieben. Ich erkannte daß die jungen Leute sich in den scheinbar für sie gemachten Krimis nicht ernstgenommen fühlten. Darin war zu viele heuchlerische heile Welt. Es wurde zu viel ausgespart. Die Tabus erdrückten die Erzählungen. Geschichten wie: Wer hat den Fußballpokal gestohlen?, sind eben keine echten Krimis. Sie tun nur so als ob. Also begann ich mit den dramaturgischen Mitteln des Tatorts echte Krimis für Jugendliche zu schreiben. Darin kommen sie nicht nur vor, sie und ihre Probleme werden ernst genommen. Die krimis enthalten erschreckend viel Lebenswirklichkeit. Das tut den Jugendlichen gut. Im Ton sind sie so gehalten, daß von Anfang an zwischen den jungen Lesern und mir ein Pakt geschlossen wird: ich zeig dir etwas Erschreckendes, aber die Geschichte wird gut ausgehen. So ist auch das Grauen zu ertragen und erzählbar. Die Jugendlichen brauchen diesen Grusel, diesen Blick in den Abgrund der menschlichen Seele. Sie wissen, dass so etwas existiert und wollen in Literatur, Hörbuch und Film lernen, damit umzugehen. Ich habe diese Krimis auf meinen Lesereisen getestet. Von der vierten bis zur zehnten Klasse hatte ich aufmerksame, ja begeisterte Zuhörer. Von der Grundschule bis zum Gymnasium. Geht das denn? Oh ja. Wirklich gute Krimis müssen ja auch den Herrn Professor fesseln und von seiner Putzfrau genauso gerne gelesen werden.
Besonders glücklich bin ich darüber, daß mit Maxi Wolf eine junge Sprecherin gewonnen werden konnte, die nah an der Zielgruppe ist und mit ihr erfrischenden Stimme Spannungsbögen aufbauen kann, ohne dass dabei die Zuversicht auf ein glückliches Ende verloren geht. Sie schafft mit ihrer Stimme eine Atmosphäre die anheimelig und gruselig gleichzeitig ist. Genau diese Mischung brauchen meine Geschichten.
Kritiken
»Mensch, mir läuft es kalt den Rücken herunter, wenn ich so was lese/höre. Ich frage mich, ob ich damals einfach Glück hatte, dass es so etwas an meiner Schule nicht gab oder ob ich es nur nicht sah … Aber momentan muss ich wirklich heftig schlucken. Das ist echt herb, was man hier liest. Tatort-Autor Klaus-Peter Wolf (jau, der für die Filme) schreibt u.a. auch Kinderbücher. Diese ebenso spannend wie die Kost für Erwachsene … Es wirkt nicht wie platte Kiddie-Detektive á la TKKG, sondern wirklich großartig! Es könnten die Kinder von neben an sein.« Erowyinn, SaraSalamander.de
»[…] Der erfolgreiche Tatort-Drehbuchautor und preisgekrönte Schriftsteller Klaus-Peter Wolf
hat mit diesem ersten Teil seiner aktuellen Krimi Reihe Treffpunkt Tatort
eine neue Krimi-Ära für Kinder und Jugendliche eingeläutet.[…]
Fazit:
Ein spannender wie auch realistischer, der diese Attribute auf jeden Fall verdient hat.
Gerade die ehrlichen, einfühlsamen und direkten Beschreibungen der Geschehnisse machen
die Ermittlungen der vier Freunde so interessant. Gängige Tabus werden gebrochen
und der junge Leser wird mit einer harten Realität konfrontiert. Lesenswert; aber
nichts für schwache Nerven.«
Anne Bruns, Kinderbuch-Couch.de
