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»Klappe« für Vater und Tochter

Klaus-Peter Wolf schrieb Drehbuch für ARD-Streifen »Weil ich gut bin«

BRUCHERTSEIFEN. Der Vater schreibt das Drehbuch, die Tochter spielt ihre erste Mini-Rolle im neuen Spielfilm »Weil ich gut bin«, der am 23. Januar um 20.15 Uhr in der ARD ausgestrahlt werden soll. Der Vater ist der Schriftsteller und Drehbuchautor Klaus-Peter Wolf, der vor seit einiger Zeit sein Domizil Bruchertseifen mit Köln vertauscht hat; die Tochter ist die 16-jährige Maxi, die die Altenkirchener Realschule besucht.
Ihre ersten Dreh-Erfahrungen machte Maxi in der Vergangenheit beim Filmprojekt »Cut 13« des Altenkirchener Jugendzentrums.
Klaus-Peter Wolfs neuer Spielfilm »Weil ich gut bin« hatte jüngst bei den Nordischen Filmtagen Premiere.
Klaus-Peter Wolf ist ein vielfach ausgezeichneter Drehbuchautor deutscher Sprache; er erhielt unter anderem den Anne-frank-Preis und den Erich-Kästner-Preis der Film- und Fernsehhochschule Babelsberg. »Weil ich gut bin« ist für Klaus-Peter Wolf auch deshalb ein ganz besonderer Film, weil seine Tochter Maxi zum ersten Mal in einem professionellen Film mitspielt. Wenn es auch nur ein kurzer Auftritt mit eine paar Sätzen als Mädchen auf dem Straßenstrich war.
Doch Spaß hat es ihr gemacht, erzählte sie in einem Telefonat mit der RZ. Das Team bei den Drehtagen rund um Frankfurt war nett, es herrschte eine tolle Atmosphäre. Wen wundert's, dass Maxi in diesem Tagen bei einer Schauspielschule vorspricht. Denn ihr Berufswunsch geht schon in diese Richtung.
Doch die 16-Jährige sieht ihre Zukunft auch ganz locker, denn wenn es mit der Schauspielerei nicht klappt, dann will sie nach dem Abschluss der Realschule das Fachabitur im Bereich Soziales anpeilen.
Im Film trägt Maxi noch Dreadlocks, bei der Prämiere hatte sie schon so kurz geschnittene Haare, dass einige Zuschauer sie gar nicht mehr erkannten. Maxi erhielt vom Team für die ersten zwei Szenen ihres Lebens Applaus, nachdem die Klappe gefallen war.
Lachen und Weinen liegen in »Weil ich gut bin« so nah beieinander. Der Film zeigt eine Familie, in der die Mutter zweier Töchter Alkoholikerin ist. Die ältere Tochter versucht, die Familie durchzubringen, die jüngere rutscht auf den Babystrich ab.
Der Zuschauer macht eine Achterbahn der Gefühle durch. Es ist genau die Achterbahn, die auch das Leben für ihn bereit hält. Autohändler Richard Bethke, gespielt von Dieter Landuris, ist die aus Unmoral geborene Moral. Anerkennende Worte kamen in Lübeck aus dem Lager der Kritiker. Wolf zum Film: »Die Verhältnisse zeigen, wie sie sind: beschissen, aber veränderbar.«

Maxi und Klaus-Peter Wolf mit Regisseur Miguel Alexandre (rechts), der bereits für seinen ersten Spielfilm eine Oscar-Nominierung erhielt.Maxi und Klaus-Peter Wolf mit Regisseur Miguel Alexandre (rechts), der bereits für seinen ersten Spielfilm eine Oscar-Nominierung erhielt.

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  • Zeitung/Magazin

    • RZ Westerwald-Sieg
    • 28. November 2001